Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, Logo

Nummer 58
30. April 2013

  DHPV Aktuell
  Bundesweites Informationsmedium für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,
 
die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland findet immer größere Zustimmung. Bisher haben über 2500 Personen und über 600 Institutionen die Charta unterzeichnet. Dadurch haben die Unterzeichner deutlich gemacht, dass sie die Anliegen der Charta mittragen. Weiterhin wird in verschiedenen Projekten an der Umsetzung der Ziele der Charta gearbeitet. Der DHPV hat gemeinsam mit den beiden weiteren Trägerorganisationen den Charta-Prozess ins Leben gerufen, um die Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen in Deutschland zu verbessern und um einer Tabuisierung der Themen Sterben, Tod und Trauer in unserer Gesellschaft entgegen zu wirken. Vieles ist in den letzten Jahren ganz konkret verbessert worden. Eine große Zahl von gesetzlichen Regelungen trägt dazu bei, dass es in Deutschland gute Rahmenbedingungen für die ganzheitliche Versorgung der Betroffenen gibt. Dennoch sind wir noch nicht am Ziel. Es beleiben Aufgaben, die es gemeinsam gilt zu lösen. Die gesetzlichen Regelungen z.B. zur SAPV sind den Anspruchsberechtigten längst noch nicht an allen Orten in Deutschland zugänglich. Auch wenn die Diskussion über die mit dem Lebensende verbundenen Fragen in unserer Gesellschaft einen immer breiteren Raum einnimmt, ist das Themen längst noch nicht überall angekommen. Die Gesellschaft wünscht eine stärkere Auseinandersetzung mit diesen Themen. Das zeigen die Ergebnisse der vom DHPV im letzten Jahr in Auftrag gegebenen repräsentativen Bevölkerungsumfrage.
Die Charta greift die hier genannten Punkte auf. Der DHPV lädt daher alle ein, an der Umsetzung der Charta mitzuwirken.
 
Ihre
Marlene Rupprecht, MdB
Vorstandsvorsitzende des DHPV


Inhaltsübersicht

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland
Beteiligung der Beihilfestellen sowie der PKV an der Förderung der ambulanten Hospizdienste

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Ausschreibung des Preises "Living well with Dementia in the Community"
"Jeder Schritt zählt" Spendenaktion für das Hospiz Haus Porsefeld in Rendsburg
Projekt "TrauErLeben"
Nachrichten aus der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung

3. Neues aus Presse

4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Einbeziehung des DHPV

5. Internes

Wissenschaftspreis des DHPV

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

Die Träger der Charta, die Bundesärztekammer (BÄK), die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV), hatten die am Runden Tisch der Charta vertretenen bundesweit tätigen Verbände und Organisationen zur nächsten regulären Sitzung des Runden Tisches eingeladen. Die Sitzung fand am 26.04.2013 in Berlin statt. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der eingeladenen Organisationen haben an der Sitzung teilgenommen. Wesentlicher Tagesordnungspunkt war die Diskussion über die Möglichkeiten der Weiterentwicklung der Charta zu einer Nationalen Strategie. Die Erarbeitung von Grundlagen für eine Weiterentwicklung der Charta zu einer Nationalen Strategie ist eines der drei Ziele in der Phase der Umsetzung der Charta (“Charta II“). Weitere Ziele sind die Umsetzung der Charta in verschiedenen Projekten sowie die weitere Verbreitung der Charta.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband möchte gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen darum werben, möglichst viele weitere Unterschriften zu gewinnen, so dass deutlich wird, dass die Charta durch viele Personen und Einrichtungen getragen wird. Informationen zur Charta erhalten Sie auf der Charta-Internetseite. Ebenso erhalten Sie dort die Unterzeichner-Formulare, die Sie auch bei der Geschäftsstelle der Charta anfordern können.

Beteiligung der Beihilfestellen sowie der PKV an der Förderung der ambulanten Hospizdienste

In den letzten Wochen wurden die Gespräche auf der Bundesebene bezüglich einer Beteiligung der PKV sowie der Beihilfestellen an der Förderung der ambulanten Hospizdienste gem. § 39a Abs. 2 SGB V fortgesetzt. Ziel der Gespräche ist es, Regelungen herbei zu führen, die eine Förderung der ambulanten Hospizdienste durch die Beihilfestellen sowie die PKV vorsehen. Eine Verständigung auf entsprechende Regelungen konnte wegen fehlender rechtlicher Grundlagen bisher leider nicht erreicht werden. Die Gespräche mit den Verantwortlichen werden im Mai fortgesetzt.

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Ausschreibung des Preises "Living well with Dementia in the Community"

Von der "European Foundations' Initiative on Dementia (EFID)" wird zum zweiten Mal der o.g. Preis ausgeschrieben. Die EFID ist eine gemeinsame Initiative der Atlantic Philantropies, der Fondation Médéric Alzheimer, der King Baudouin Foundation und der Robert Bosch Stiftung. Ziel der Initiative ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihres Umfeldes zu erhöhen. Gesucht werden gute und übertragbare Praxisprojekte aus ganz Europa, welche die Situation von Menschen mit Demenz durch zivilgesellschaftliche Aktivitäten in ihrem Umfeld verbessern und andere zur Nachahmung anregen. Vergeben werden bis zu 10 Preise mit jeweils bis zu 10.000 €. Eine Bewerbung ist bis zum 15.09.2013 möglich. Weitere Informationen: http://www.nef-europe.org/call-for-proposals/

"Jeder Schritt zählt" Spendenaktion für das Hospiz Haus Porsefeld in Rendsburg

Im letzten Jahr verstarb Michaela van de Bergh im Alter von 38 Jahren im Hospiz Haus Porsefeld in Rendsburg. Ihr Ehemann, Marc van de Bergh, möchte sich mit einer Spendenaktion bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hospizes für die liebevolle Begleitung und Unterstützung bedanken. Marc van de Bergh nimmt am 14. Juli 2013 für die Aktion "Jeder Schritt zählt" an einem der bedeutendsten Triathlon-Wettkämpfe in Deutschland teil. Für jeden Meter, den er dabei schwimmt, läuft oder in die Pedale tritt, werden 10 Cent als Spende für das Hospiz gesammelt. Insgesamt sollen so rund 22.600,00€ zusammenkommen. Der DHPV bittet um Unterstützung der Spendenaktion und wünscht der Aktion viel Erfolg! Weitere Informationen: www.jeder-schritt-zaehlt.de

Projekt "TrauErLeben"

Seit August 2011 wird an der Hochschule Ravensburg-Weingarten das o.g. Forschungsprojekt über die "Wirkungen von Trauerbegleitung“ durchgeführt. Der DHPV ist Kooperationspartner in diesem Projekt. Da Informationen zu diesem Projekt sowie die Bitte um Unterstützung bisher nicht zu allen Mitgliedseinrichtungen gelangt sind, möchten wir an dieser Stelle noch einmal um die Mitwirkung der Hospiz- und Palliativeinrichtungen und -dienste bitten, da mit dieser Befragung der Themenbereich Trauer, Trauern und Trauerbegleitung in Deutschland zum ersten Mal so umfassend im Rahmen eines Forschungsprojekts beleuchtet wird. Auf der Homepage des Projekts sind differenzierte Informationen über das Forschungsvorhaben eingestellt. Weiterhin gibt es dort auch die Möglichkeit, Fragebögen direkt online auszufüllen: http://www.projekt-trauerleben.de/

Nachrichten aus der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung

Götz Schubert ist Botschafter der Stiftung
"Ich habe lange nach einer Organisation gesucht, für die ich mich engagieren möchte. Durch meine persönliche Berührung mit dem Sterben, dem Abschied nehmen und der Trauer, habe ich erfahren, was hospizliche und palliative Betreuung bedeutet und zu leisten vermag. Ein Leben in Würde bis zuletzt ist möglich, jeder Mensch hat ein Recht darauf. Dafür möchte ich mich aktiv einsetzen, um ein noch größeres Bewusstsein für die Arbeit der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung in der Öffentlichkeit zu schaffen“ so Götz Schubert, der sich auf die Zusammenarbeit mit der DHPStiftung freut.
Workshops
Die Veranstaltung „Hospiz macht Schule“ im Juni 2013 in Stendal ist bereits ausgebucht. Es gibt eine verstärkte Nachfrage von Vereinen nach Inhouse-Schulungen. Bitte melden Sie Ihr Interesse über u.bolze@dhp-stiftung.de an. Gern sind wir bemüht, einzelne Interessenten zusammen zu bringen, um kostengünstige Veranstaltungen zu diesem Thema anzubieten.
„Keine Angst vor Pressearbeit“ – Workshop der DHPAkademie am 7. März in Stuttgart
Die beiden Referentinnen, Frau Warta als Journalistin der Süddeutschen Zeitung und Frau Westrich als ehemalige Geschäftsführerin des Christophorus Hospiz Vereins München, haben auf sehr lebendige Weise einen Einblick in die jeweils sehr unterschiedlichen Positionen gegeben. Es gab hilfreiche Informationen zum Arbeitsalltag von Journalisten, Tipps für den richtigen Zeitpunkt einer Presseanfrage und vieles andere mehr.
„Ethische Fragen am Lebensende“ – Veranstaltung am 26. März in Berlin
Die Veranstaltung hat sowohl bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als auch den Referentinnen und Referenten sehr viel positive Resonanz gefunden. Im Zentrum der Vorträge von Frau Professor Ruth Rissing-van Saan, Frau PD Dr. Dr. Eva Winkler und Herrn PD Dr. Dr. Ralf Jox stand die Frage, ob und wie der (mutmaßliche) Wille des Patienten ermittelt werden kann, welcher Informationen er bedarf und welche Konsequenzen sich aus den Entscheidungen ergeben.
Berichte zu den Workshops sowie weitere Informationen zu Stiftung finden Sie auf der Internetseite der Stiftung: http://www.dhp-stiftung.de/aktuelles_news.html

3. Neues aus der Presse

Die aktuelle Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers hat das Thema "Hospiz und Obdachlosigkeit" zum Schwerpunkt . Die aktuelle Ausgabe der hospiz zeitschrift befasst sich mit dem Thema „Hospiz in den Regionen“.

Pressemitteilungen des DHPV finden Sie auf der Internetseite des DHPV unter Aktuelles/Presse.

4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Einbeziehung des DHPV

Messe Leben und Tod
16. und 17. Mai 2013 in Bremen
Weitere Informationen

EAPC Kongress 2013
30. Mai - 2. Juni 2013 in Prag
Weitere Informationen

Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2013
05.-07. Juni 2013 in Berlin
Weitere Informationen 

8. Fachtagung Palliative Geriatrie
11. Oktober 2013 in Berlin
Weitere Informationen

5. Deutsches Kinderhospizforum
8.-9. November 2013 in Essen
Weitere Informationen



Einen umfangreichen Veranstaltungskalender finden Sie auf unserer Website. Dort haben Sie als registrierte Nutzerin/Nutzer zudem die Möglichkeit, Ihre Veranstaltung kostenlos und selbstständig bei uns einzustellen.

5. Internes

Wissenschaftspreis des DHPV – jetzt bewerben!

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. verleiht auch im Jahr 2013 wieder den DHPV-Ehrenpreis ‚Wissenschaft’. Eingereicht werden können abgeschlossene und unpublizierte Dissertationen und Habilitationen von Einzelpersonen in deutscher Sprache oder eigenständige, bislang nicht veröffentlichte, wissenschaftliche Werke, die von einer oder mehreren Personen erarbeitet worden sind. Die Themen sollen sich auf das breite Feld hospizlicher und palliativer Versorgung beziehen. Sie können aus allen wissenschaftlichen Fächern heraus erwachsen. Es können sowohl Arbeiten aus der Grundlagenforschung eingereicht werden als auch solche, die konkrete Fragen der Behandlung, Betreuung und Begleitung im Zueinander von Familien, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen (Hospiz, Pflegeheim, ambulante Versorgung oder Krankenhaus) behandeln. Bewerbungen können bis 30.6.2013 erfolgen. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird bis zum 31.8.2013 verständigt. Weisen Sie gerne auch andere auf diese Ausschreibung hin!

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Internetseite.

 
     
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