Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, Logo

Nummer 56
31. Januar 2013

  DHPV Aktuell
  Bundesweites Informationsmedium für alle in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

der Neujahrsempfang, zu dem der DHPV erstmals gemeinsam mit der DHPStiftung eingeladen hatte, hat deutlich gemacht: Wir können nur gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Partnern die viefältigen Ziele und Herausforderungen bewältigen. Dafür ist ein gutes und konstruktives Miteinander eine notwendige Voraussetzung. Wie fruchtbar sich ein solches Miteinander gestalten kann und wie notwendig es ist, um einen breiten Konsens herzustellen, zeigt der Prozess der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. Veranstaltungen wie in Dessau (s. Pkt. 1), die die Charta öffentlich machen und auf denen zur Unterschrift der Charta aufgerufen wird, sind herausragende Beispiele für diese Zusammenarbeit und Vernetzung der Partner vor Ort. Es gibt zahlreiche weitere Beispiele wie im Kreis Heinsberg, in der StädteRegion Aachen und viele weitere, die hier nicht genannt werden können.

Wir freuen uns, wenn solche kreativen Modelle von anderen aufgegriffen und nachgeahmt werden, damit wir dem in der Charta formulierten Ziel - "Jeder hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen" - in Zukunft einige Schritte näher kommen.

Ihre
Marlene Rupprecht MdB
Vorstandsvorsitzende des DHPV



Inhaltsübersicht

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen
Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

HOPE startet Dokumentationsphase
Cäcilia Schwarz Förderpreis für Innovationen in der Altenhilfe
Tag der Kinderhospizarbeit
Nachrichten aus der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung

3. Neues aus Presse

4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Einbeziehung des DHPV

5. Internes

Neujahrsempfang des DHPV und DHPStiftung
Integrationspreis 2013 der Stiftung Apfelbaum an den DHPV
Wissenschaftspreis des DHPV

1. Aktuelles aus Politik und Verbänden

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland (Charta) – Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt unterzeichnet die Charta

Am 30. Januar 2013 fand in der Aula des Bauhauses in Dessau eine Veranstaltung statt, in deren Mittelpunkt die Charta stand. Zu Beginn der Veranstaltung richteten der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Herr Dr. Reiner Haseloff, die Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Frau Dr. Simone Heinemann-Meerz, sowie der Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau, Herr Klemens Koschig ein Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung. Im Anschluss an die Grußworte wurden die Inhalte und Ziele der Charta durch Jutta Link, die Leiterin der Charta-Geschäftsstelle (Berlin), vorgestellt. In dann folgenden Referaten von Fachleuten der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt, der Hospiz- und Palliativarbeit, der Krankenkassen sowie der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg wurden Probleme in der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen dargestellt und in der sich anschließenden Podiumsdiskussion erörtert.

Im Rahmen der Veranstaltung haben Herr Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Frau Dr. Simone Heinemann-Meerz, der Oberbürgermeister der Stadt Dessau, Herr Klemens Koschig, weitere Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, viele Bürgerinnen und Bürger aber auch Institutionen wie z.B. das Städtische Klinikum Dessau die Charta unterzeichnet.

Die Veranstaltung, die als landesweite Tagung konzipiert war, war ein großer Erfolg. Die Konzeption der Veranstaltung ist gut geeignet, um auch in anderen Bundesländern entsprechende Veranstaltungen durchzuführen.

Weitere Informationen auf der Internetseite der Charta.

Vorerst kein Termin für weitere Lesung im Deutschen Bundestag zum Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung

Im Ergebnis der Anhörung zum o.g. Gesetzentwurf der Bundesregierung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags sowie vor dem Hintergrund weiterer Stellungnahmen wurde deutlich, dass es bezüglich entsprechender Regelungen weiteren erheblichen Gesprächsbedarf gibt. Daher haben die ursprünglich für Ende Januar vorgesehenen Lesungen im Deutschen Bundestag nicht stattgefunden. Ein neuer Termin steht nicht fest.

2. Weitere Informationen aus der Hospiz- und Palliativarbeit

Hospiz- und Palliativ-Erfassung “HOPE“ startet Dokumentationsphase am 15.03.2013

Mit "HOPE" können stationäre und ambulante Hospiz- und Palliativdienste bzw. -einrichtungen online in einem Basisbogen mit erweitertem Kerndatensatz dokumentieren. Der Kerndatensatz wurde 2009 gemeinsam vom  Deutschen Hospiz und PalliativVerband und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin erarbeitet. In Form von Modulen, die ergänzend zum Basisbogen zur Verfügung stehen, können weitere verschiedene Aspekte der Versorgung dokumentiert werden.

Die Daten werden anonymisiert ausgewertet und mit anderen ambulanten und stationären Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung in eingabeaktuellen Graphiken und nach Ende der Dokumentationsphase in einem Bericht verglichen. Dieser Bericht enthält dann die eigenen Daten im Vergleich zu den anderen teilnehmenden Diensten und Einrichtungen. 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite von HOPE.

Cäcilia Schwarz Förderpreis für Innovationen in der Altenhilfe

Der Preis des Deutschen Vereins für öffentliche und private  Fürsorge e.V. wendet sich an Nachwuchswissenschafterinnen und -wissenschaftler, die in ihrer Masterarbeit, Dissertation, Habilitation oder einer anderen bedeutenden wissenschaftlichen Arbeit innovative Entwicklungen und neue Erkenntnisse darstellen, mit denen älteren Menschen für lange Zeit ein hohes Maß an selbständiger Lebensweise ermöglicht werden kann. Der Preis kann Einzelpersonen oder Forschergruppen zuerkannt werden. Die Vergabe des Förderpreises erfolgte erstmals 2006. Im Jahr 2013 wird der Förderpreis am 12. Juni 2013 in Berlin verliehen. Bewerbungsschluss ist der 31. März. Dieses Jahr stehen 5000 Euro in bar oder für die Veröffentlichung im Eigenverlag des Deutschen Vereins zur Verfügung.

Weitere Informationen auf der Internetseite des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Tag der Kinderhospizarbeit

Am 10.2. findet auch dieses Jahr wieder der Tag der Kinderhospizarbeit statt. Er wurde 2006 das erste Mal begangen. An diesem Tag wird auf Kinder mit verkürzten Lebenserwartungen und deren Familien aufmerksam gemacht, deren schwierige Situation für alle Familienmitglieder belastend ist. Symbol des Tages ist das grüne Band, das die Hoffnung ausdrückt, dass sich noch mehr Menschen mit den erkrankten Kindern und deren Familien verbünden.

Weitere Informationen zur Kinderhospizarbeit auf der Internetseite des Deutschen Kinderhospizvereins.

Nachrichten aus der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung

Die DHPAkademie startet mit neuen Veranstaltungen – Jetzt anmelden!

Workshop Pressearbeit
Wenn Sie Ihre Pressearbeit innerhalb Ihrer Einrichtung auf- und ausbauen möchten, haben Sie ab sofort die Möglichkeit sich für den Workshop "Keine Angst vor Pressearbeit" am 7. März in Stuttgart anzumelden. Denn egal, ob kleiner oder großer Verein: Um den Hospiz- und Palliativgedanken zu verbreiten, Spenden zu erhalten, Ehrenamtliche zu gewinnen und vieles mehr, muss man sich bekannt machen. Wie kann Ihnen das gelingen? Wie werden Sie mit Ihrem Anliegen in die Presse aufgenommen? Ausgehend von Ihren eigenen konkreten Erfahrungen wird im Workshop erarbeitet, was Pressearbeit bedeutet, welcher Logik Pressearbeit und die Arbeit von Journalisten folgt und wie Sie Ihre Pressearbeit in der eigenen Einrichtung im Bereich Hospiz- und Palliativarbeit sinnvoll integrieren und gestaltet können.
Die ersten Workshops finden am 7. März in Stuttgart, 6. Mai in Berlin und am 12. Dezember in Dresden statt.

Ethische Fragen am Lebensende – Vortrag und Diskussion
Am 26. März lädt die DHPAkademie zu dieser Veranstaltung nach Berlin ein. Herr PD Dr. Dr. Ralf Jox aus München spricht zu den ethischen Grundlagen und aktuellen Fragestellungen, Frau Prof. Dr. Ruth Rissing – van Saan, ehemalige Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof, Bochum, wird zu rechtlichen Fragen in diesem Bereich sprechen. Frau Prof. Dr. Rissing-van Saan führte den Vorsitz beim Urteil zu Rechtsanwalt Putz im Jahr 2010. Frau PD Dr. Dr. Winkler aus Heidelberg stellt Entscheidungen am Lebensende in das Zentrum ihres Vortrags. Frau Rohmann, FU Berlin, spricht zu Fragen von Ethik und Ethnologie und Frau Stefanie Hoffman, ebenfalls FU Berlin, gibt Einblicke in das Thema Kommunikation in ethischen Konfliktfällen. Moderiert wird diese Veranstaltung von Frau Susanne Kränzle, MSA Palliative Care und Vorstandsmitglied des DHPV aus Stuttgart. Nach allen Vorträgen gibt es Zeit für Fragen aus dem Plenum. Die Referentinnen und Referenten werden auch auf die Fragen eingehen, die im Zuge der Befragung durch Herrn Prof. Bonk von einzelnen Hospiz- und Palliativeinrichtungen und -vereinen eingegangen sind.

Anmeldungsformulare und Veranstaltungen der Deutschen Hospiz- und PalliativAkademie finden Sie auf der Internetseite der Stiftung.
Sollten Sie grundsätzlich Interesse haben, Veranstaltungen der Akademie zu besuchen, können aber an den vorgegebenen Termin nicht teilnehmen, dann wenden Sie sich an das Stiftungsbüro.

3. Neues aus der Presse

Anlässlich des Neujahrsempfangs des DHPV gemeinsam mit der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung  wurde am 17.1. die Pressemitteilung „Neujahrsempfang des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands und der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung: Partnerschaftliche Zusammenarbeit auch dieses Jahr von zentraler Bedeutung “ herausgegeben.

Pressemitteilungen des DHPV finden Sie auf der Internetseite des DHPV unter Aktuelles/Presse.

Die kommende Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers erscheint zum Thema „Bedeutung und Aufgaben von Stiftungen im Hospiz- und Palliativbereich“. Die aktuelle Ausgabe der hospiz zeitschrift befasst sich mit dem Thema „Kommunikation“, die nächste Ausgabe der hospiz zeitschrift erscheint zum Thema „Hospiz in der Region“.

4. Veranstaltungen

Veranstaltungen unter Einbeziehung des DHPV

MCC Fachkonferenz Health aktuell: Geriatrie 2013 – Gesundheitsversorgung für die Zukunft
06. Feburar 2013 in Köln
Weitere Informationen

Tag der Kinderhospizarbeit
10. Februar 2013 in Bochum
Weitere Informationen

Solinger Hospiztag und 20-jähriges Jubiläum Palliatives Hospiz Solingen
16. Februar 2013 in Solingen
Weitere Informationen

8. Bremer Kongress für Palliativmedizin
08.-09. März 2013 in Bremen
Weitere Informationen

Symposium des Vereins Hospizarbeit Essen e.V.
16. März 2013 in Essen
Informationen folgen

Altenpflege 2013
09.-11. April 2013 in Nürnberg
Weitere Informationen

Jahrestagung der "Sächsisch-Thüringischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie"
12.-13. April 2013 in Magdeburg
Weitere Informationen

2. Internationale Sylter Palliativtage
13.-16. April 2013 Congress Centrum Sylt, Westerland
Weitere Informationen

20 Jahre Hospiz LAG Niedersachsen
17. April 2013 in Celle
Informationen folgen

Messe Leben und Tod
16. und 17. Mai 2013 in Bremen
Weitere Informationen

EAPC Kongress 2013
30. Mai - 2. Juni 2013 in Prag
Weitere Informationen

Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2013
05.-07. Juni 2013 in Berlin
Weitere Informationen 

8. Fachtagung Palliative Geriatrie
11. Oktober 2013 in Berlin
Weitere Informationen

5. Deutsches Kinderhospizforum
8.-9. November 2013 in Essen
Weitere Informationen



Einen umfangreichen Veranstaltungskalender finden Sie auf unserer Website. Dort haben Sie als registrierte Nutzerin/Nutzer zudem die Möglichkeit, Ihre Veranstaltung kostenlos und selbstständig bei uns einzustellen.

5. Internes

Neujahrsempfang des DHPV und der DHPStiftung

Am 17.1. fand zum vierten Mal der Neujahrsempfang des DHPV statt. Erstmals hatte der DHPV gemeinsam mit der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung zum Neujahrsempfang eingeladen. Neben den vielen Vertretern der Mitglieder des Verbands kamen auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen. Marlene Rupprecht, MdB, Vorsitzende des Verbands und der Stiftung, begrüßte alle anwesenden Gäste und dankte für die bisherige gute Zusammenarbeit mit allen. „Wir müssen gemeinsam dafür Sorge tragen, dass wir unsere Anliegen wirksam in die Bevölkerung tragen“, so Rupprecht in ihrer Begrüßung. Als neue Vorsitzende werde sie mit viel Engagement die kommenden Jahre mitgestalten. Mitte 2013 wird Frau Rupprecht aus dem Bundestag ausscheiden und sich dann verstärkt den Herausforderungen in der Hospiz- und Palliativarbeit widmen.

Integrationspreis 2013 der Stiftung Apfelbaum an den DHPV

Die gemeinnützige Stiftung Apfelbaum – Partner für ein ZusammenWachsen von LebensWelten hat den Integrationspreis 2013 dieses Jahr an den DHPV verliehen. Ausgezeichnet wird der DHPV neben Fritz Roth, dem der Preis posthum verliehen wird, für das Bemühen, Sterben und Tod in das persönliche und gesellschaftliche Bewusstsein zu heben und den Austausch und die Vernetzung zwischen den Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Deutschland sowie der haupt- und ehrenamtlich Engagierten zu fördern. Der DHPV nimmt den Preis stellvertretend für alle diejenigen entgegen, die sich tagtäglich intensiv und engagiert für das gemeinsame Ziel einsetzen, um ein würdevolles Sterben in unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Ohne unsere Mitglieder und die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern könnten wir die Herausforderungen, vor denen wir stehen, nicht bewältigen. Wir freuen uns über die Auszeichnung und bedanken uns sehr herzlich bei der Stiftung für den Preis.

Wissenschaftspreis des DHPV – jetzt erneut bewerben!

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. verleiht auch im Jahr 2013 wieder den DHPV-Ehrenpreis ‚Wissenschaft’. Eingereicht werden können abgeschlossene und unpublizierte Dissertationen und Habilitationen von Einzelpersonen in deutscher Sprache oder eigenständige, bislang nicht veröffentlichte, wissenschaftliche Werke, die von einer oder mehreren Personen erarbeitet worden sind. Die Themen sollen sich auf das breite Feld hospizlicher und palliativer Versorgung beziehen. Sie können aus allen wissenschaftlichen Fächern heraus erwachsen. Es können sowohl Arbeiten aus der Grundlagenforschung eingereicht werden als auch solche, die konkrete Fragen der Behandlung, Betreuung und Begleitung im Zueinander von Familien, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen (Hospiz, Pflegeheim, ambulante Versorgung oder Krankenhaus) behandeln. Bewerbungen können bis 30.6.2013 erfolgen. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird bis zum 31.8.2013 verständigt. Weisen Sie gerne auch andere auf diese Ausschreibung hin!

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Internetseite.

 
     
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