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Die Hospiz-Zeitschrift 55

Hospiz in den Regionen

Die Hospiz-Zeitschrift
Ausgabe 55
2013/1

In unserem Schwerpunkt Hospiz in den Regionen möchten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen Einblick darin geben, wie viel in den letzten Jahren an erfolgreichen Projekten, Initiativen und Kooperationen entstanden sind. Die Vernetzung ist unerlässlich, wie sie gelingen kann, wir stellen Ihnen Beispiele aus der Praxis vor.

Inhalt

hospiz wissen

Hospizler sind Nachbarn im Sterben / Die Fremdheit des Anderen in der Begegnung mit dem Sterbenden
Klaus Dörner

hospiz projekt

Eine Kooperation zwischen der Servicestelle Hospiz für die StädteRegion Aachen und dem DICV Aachen als Erfolgsmodell
Beatrix Hillermann, Veronika Schönhofer-Nellessen, Jürgen Spicher

Baby Haven – Zufluchtsort für Waisen und gefährdete Kinder
Reimer Gronemeyer und Michaela Fink

Gemeindenahe Palliative Care in der Ostschweiz – ein Projekt gemäss den Vorgaben
der Aktionsforschung

Franzisca Domeisen Benedetti, Steffen Eychmüller

Kommunale Vernetzung stationärer und ambulanter Palliativversorgung und Hospizarbeit in der Region Augsburg
Eckhard Eichner

 

hospiz gespräch

Palliative Care als Sorge- und Unterstützungskultur gemeinsam entwickeln - Ein Gespräch mit Klaus Wegleitner
Karin Caro

Basale Stimmulation in der Pflege eine Form der Kommunikation? Ein Gespräch mit Frau Petra Leidig-Woltering
Karin Caro

hospiz praxis

Hospiz in Praxis
Ulrike Schmid

Begleitung in der Trauer und im Abschiednehmen Lebens- und Trauercafe Himmelstrasse
Ramona Bruhn

Bewegungsunterstützung am Lebensende
Bernhard Amma

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Palliative Care in den Regionen

Eine der meistzitierten Definitionen von Palliative Care ist jene der
WHO. Mit der Wahl der Weltgesundheitsorganisation als „Autorin“
oder „Herausgeberin“ für diese Definition wird gleichzeitig globale
Allzuständigkeit für die ganze Welt suggeriert. Tatsächlich ist das
Konzept aber nur so gut, wie seine Übersetzung in die so sehr unterschiedlichen
Regionen dieser Welt. Hier passt der Leitsatz aus
den 1970er Jahren: „Think globally - act locally“. Soll Palliative Care
tatsächlich gelebt werden, so muss es die Charakteristika der
Regionen aufnehmen, sei es die „Karnevalistik“ der Städteregion
Aachen, die „Montanistik“ des Schweizer Kantons St. Gallen oder
die „Urbanistik“ des Großstadt Augsburg.
In dieser Ausgabe der hospizzeitschrift gehen wir anhand von sehr
unterschiedlichen Beispielen der Frage nach: Wie kann es gelingen,
die Besonderheiten einer Region in Palliative Care zu berücksichtigen?
Ob es darum geht in Deutschland die Kostbarkeit der nachbarschaftlichen
Hilfe (wieder?) zu entdecken - wie Klaus Dörner
schreibt - oder ob es darum geht, einen Beitrag zur Lösung der
aus europäischer Sicht aussichtslos wirkenden Situation von AIDS
Waisen in Namibia zu leisten – wie Michaela Fink und Reimer Gronemeyer
zeigen - immer geht es darum, dass die Zivilgesellschaft
sich Palliative Care zu eigen macht, das sich Bürgerinnen und Bürger
zuständig fühlen und machen für die Sorge um trauernde und
sterbende Menschen in „ihrer“ Region. „Palliative Care in den Regionen“
bedeutet, diese Sorge nicht den Expertinnen und Experten
und auch nicht den staatlichen Autoritäten zu überlassen, sondern
– ganz im Sinne von Empowerment – in die Regionen zu holen und
zur Sache ihrer Bewohnerinnen und Bewohner zu machen.

Ihre Katharina Heimerl