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Die Hospiz-Zeitschrift 52

Trauer und Hospiz

Die Hospiz-Zeitschrift
Ausgabe 52
2012/2

Wie trauern wir? Wer trauert wie? Wie viel wissen wir heute über Trauer und wie viel nicht? Sterben, Tod und Trauer trifft nicht nur Erwachsene. Kinder und Jugendliche, die lebensverkürzend erkrankt sind, Geschwister dieser Kinder, Kinder, deren Eltern oder Großeltern (im Hospiz) sterben – wir begegnen bei unserer Arbeit, unabhängig davon ob Haupt- oder Ehrenamt, Kindern und Jugendlichen auf diesem Weg, selbst zu sterben, oder den Tod eines nahen Angehörigen zu erleben. Wie erleben Sie Trauer? Diesen Fragen sind wir nachgegangen.

Inhalt

hospiz wissen

Das Triptychon der Trauer
RuthmarijkeSmeding

Trauerwege – Lebenswege
Chris Paul

Das Duale Trauerprozessmodell. Eine Chance für die deutsche Trauerbegleitung?
Rebecca Stry

hospiz projekt

Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Ein Konzept für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13
Nicole Nolden, Kirsten Fay, Vanessa Romotzky, Rita Schmitz, Birgit Weihrauch, Raymond Voltz

hospiz gespräch

Entwicklung der Kinderhospizarbeit in Deutschland - Ein Gespräch mit Bernhard Bayer und Marcel Globisch
Karin Caro

hospiz praxis

Hospiz in Praxis
Ulrike Schmid

Palliative Care – Ein Blick auf die Entwicklung in Georgien
Sabine Petri

Hypnose in Hospizarbeit und Palliative Care
Wolfgang Schulze

Oh Gott, was mache ich hier? Jugendliche arbeiten künstlerisch mit Menschen mit Demenz
Renate Wiemes und Dirk Bahnen

Ethik im Gespräch mit Menschen mit geistiger Behinderung
Evelyn Franke

hospiz komment

Selbstbestimmtes Sterben
Ulrich Bonk

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Trauer als Ausdruck einer schweren Lebenskrise und die Begleitung trauernder Menschen bei der Bewältigung ihres schmerzlichen Verlustes sind Teil des Selbstverständnisses von Hospizarbeit – in allen Phasen einer Begleitung. Dennoch verbinden sich damit für TrauerbegleiterInnen häufig vielfältige Fragen. Welche Rolle, welche Aufgabe kommt ihnen zu? Und wie sehen die Begleitkonzepte aus – vor dem Hintergrund unterschiedlicher theoretischer Modelle? Welche Unterschiede gibt es zwischen den Generationen, trauern Kinder anders? Welche Rolle spielen die jeweilige Lebenssituation und die Umstände des Verlustes? Und wie lange darf Trauer dauern? Jede Trauer ist individuell – was bedeutet das für die Begleitung?

„Trauer und Hospiz",

diese Ausgabe der Hospizzeitschrift will mit ihren Beiträgen dazu beitragen, mit der Trauer und der Trauerbegleitung zusammenhängende Fragen und Probleme zu beleuchten und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie den individuellen Bedürfnissen in den verschiedenen Lebensaltern und Lebenssituationen Rechnung getragen werden kann. Sie will das Thema der Trauer und Trauerbewältigung in einer Gesellschaft, in der soziale Erwartungen und Regeln eine vorherrschende Rolle spielen, verstärkt in den Fokus rücken und ihnen den Raum und die Aufmerksamkeit geben, die ihnen zukommt – in der Hospiz- und Palliativarbeit, wie auch in unserer Gesellschaft insgesamt, ganz gleich ob Kinder oder Jugendliche, Menschen in der Mitte ihres Lebens oder alte Menschen betroffen sind. Die Beiträge dieser Ausgabe befassen sich darüber hinaus u. a. mit aktuellen Fragen der Kinderhospizarbeit, innovativen Projekten zur Hospizarbeit in Schulen und verschiedenen praxisrelevanten Themen.

Ich wünsche Ihnen allen eine interessante und für Sie Gewinn bringende Lektüre dieser neuen Ausgabe der hospizzeitschrift.

Ihre
Birgit Weihrauch
Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e. V.