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Die Hospiz-Zeitschrift 51

Was bleibt? Nachhaltige Palliative Kultur im Alten- und Pflegeheim

Die Hospiz-Zeitschrift
Ausgabe 51
2012/1

Einrichtungen der Altenpflege sind heute zu Sterbeorten geworden. Dies muss zwangsläufig zu einem neuen Denken in diesen Einrichtungen führen, weg von der rein kurativen Pflege, hin zu einer palliativen Kultur für Hochbetagte und multimorbid erkrankten Menschen. Einige Einrichtungen haben sich bereits auf den Weg gemacht und werden in dieser Ausgabe hospizzeitschrif darüber berichten.

Inhalt

hospiz wissen

Was bleibt? Nachhaltige Hospiz- und Palliativkultur in Pflegeheimen und im Alter
Prof. Katharina Heimerl, Prof. Dr. Andreas Heller

Palliative Care im Alten- und Pflegheim implementieren - Sechs Jahre Projektwerkstatt Implementierung
Frank Kittelberger, Martin Alsheimer

Palliativkompetenz und Abschiedskultur in der Altenpflege
Monika Bischoff , Ullrich Wittenius

hospiz gespräch

Vieles ist von dem geblieben, was wir damals auf den Weg gebracht haben. Ein Gespräch mit Wolfgang Pauls
Katharina Heimerl

hospiz praxis

Hospiz in Praxis
Katharina Heimerl

Das „Curriculum „Palliative Praxis“ der Robert Bosch Stiftung
Julia Hoeter

Berlin am Lebensende - Gebraucht werden Pflegeheime mit Palliative Care-Kompetenz
Dirk Müller

„Nur gemeinsam sind wir stark“ - Palliativkultur in den Einrichtungen der Bremer Heimstiftung
Petra Scholz

hospiz gedanke

Yes we can! Was es braucht, um Palliative Geriatrie umzusetzen
Dr. Marina Kojer

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

es waren fast ausschließlich Menschen mit Krebserkrankungen, auf die die Hospizbewegung und die Palliativmedizin über lange Zeit den Schwerpunkt gelegt haben. Die meisten Menschen aber sterben heute im höheren oder hohen Lebensalter, jenseits von 70 oder 80 Jahren, häufig multimorbid erkrankt, mit demenziellen Erkrankungen und nach einer längeren Phase nachlassender Leistungsfähigkeit. Viele alte Menschen sterben einsam, sie haben ihre eigenen Bedürfnisse und Ansprüche an eine palliative Betreuung.So sind insbesondere in den letzten etwa zehn Jahren – von einigen Trägern auch schon deutlich früher – die Fragen eines würdigen Sterbens im Alter, Fragen der palliativen Geriatrie und besonders das Sterben in Pflegeeinrichtungen zunehmend thematisiert worden. Denn Pflegeeinrichtungen sind zu Orten des Lebens und des Sterbens geworden. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (damals BAG Hospiz) hat im Jahre 2006 seine Indikatoren und Empfehlungen zur Hospizkultur und Palliativkompetenz im Alten- und Pflegeheim veröffentlicht, ein Diskussionsprozess, der derzeit neu aufgegriffen wird; in zahlreichen Projekten und Initiativen sind Impulse gesetzt und in vielen Pflegeeinrichtungen Organisationsentwicklungs- und Qualifizierungsprozesse in Gang gesetzt worden.

Was bleibt? Die Nachhaltigkeit von palliativer Kultur im Alten- und Pflegeheim ist das Thema dieser Ausgabe der Hospiz Zeitschrift.

Anhand von Beispielen und Erfahrungen aus der Praxis – Beispiele aus unterschiedlichen Regionen, Beispiele überregionaler Ansätze oder anhand thematischer Beispiele, etwa zur Vermeidung von Krankenhausaufenthalten – soll mit dieser Ausgabe die Vielfalt solcher Projekte deutlich gemacht werden. Katharina Heimerl und Andreas Heller von der IFF Fakultät der Universität Klagenfurt, Wien, Graz vermitteln uns mit ihrem Beitrag die wissenschaftlichen Grundlagen; Katharina Heimerl hat darüber hinaus die Schriftleitung dieser Ausgabe mit übernommen. Dafür und für die seit langem enge und konstruktive Zusammenarbeit meinen herzlichen Dank.

Ihnen allen wünsche ich eine anregende Lektüre, die auch für Sie in Ihrer täglichen Arbeit hilfreich sein möge und zur Auseinandersetzung mit den drängenden Fragen einer älter werdenden Gesellschaft beitragen möge.

Ihre
Birgit Weihrauch
Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e. V.