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Laudatio zu Ehren von Barbara Raps

von Gisela Textor, Vorstandsmitglied im DHPV, Leiterin der FG Ehrenamt

Die Hospizbewegung entstand durch das Engagement und den Einsatz zahlreicher Bürger in der Gesellschaft. Und auch heute ist das ehrenamtliche Engagement in der Hospiz- und Palliativarbeit unersetzbar. Der Ehrenpreis in dieser Kategorie möchte deshalb das langjährige Engagement einzelner Ehrenamtlichen – stellvertretend für die zahlreichen anderen ehrenamtlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – auszeichnen.

Der Ehrenpreis in der Kategorie Ehrenamt geht in diesem Jahr an Barbara Raps. Frau Raps ist seit fast 10 Jahren in verschiedenen Bereichen der Hospiz- und Palliativarbeit außerordentlich aktiv. So ist sie seit fast vier Jahren als ehrenamtliche Hospizbegleiterin im ambulanten Hospizdienst der Malteser Erfurt aktiv. Zuvor hat sie sich für den AHD in Fürstenwalde engagiert und dort seit 2007 auch sterbende Menschen und ihre Angehörigen begleitet.

Frau Raps ist Mitglied der Ehrenamtsvertretung des Hospizdienstes der Malteser Erfurt. In dieser Eigenschaft vertritt sie die Interessen der Ehrenamtlichen und berät und unterstützt die Koordinatorinnen. Sie unterstützt zudem den Hospizdienst in der Öffentlichkeitsarbeit, z.B. bei der Betreuung von Informationsständen und der Vorbereitung von Veranstaltungen, sie hat für ihren Hospizdienst am Unternehmenslauf RUN teilgenommen. Im August 2015 hat Frau Raps die kleine Basisqualifikation zur Trauerbegleitung begonnen, ein weiterer Bereich, in dem sie sich nach Abschluss in die Arbeit ihres Hospizdienstes einbringen will.

Ein Bereich liegt Frau Raps besonders am Herzen – vielleicht hat es damit zu tun, dass sie Mutter von vier mittlerweile erwachsenen Kindern ist – und zwar die Vermittlung unserer hospizlichen Themen an Kinder. So hat sie bereits in Fürstenwalde das Projekt „Hospiz macht Schule“ geleitet und vorangetrieben. Dieses Projekt vermittelt für Kinder im Grundschulalter, dass Leben und Sterben miteinander untrennbar verbunden sind, und gibt ihnen die Möglichkeit, Fragen, die sie zum Thema „Abschiednehmen/Lebensende“ bewegen, zu stellen und so gut wie möglich beantwortet zu bekommen.

Darüber hinaus hat Frau Raps zusammen mit Pädagoginnen und Hospizbegleiterinnen das Kinderbuch „Was ist mit Opa?“ heraus gegeben. Es ist ein sogenanntes Kniereiterbuch für Erzählstunden zum Thema Abschied, Sterben und Trauer für Kinder von 5 bis 7 Jahren. Das liebevoll illustriert Buch ermöglicht auf besondere Weise das Gespräch zwischen Kindern und Pädagogen. Man merkt, so eine Rezension im Internet, dass dieses Buch von erfahrenen Hospizbegleitern mitgestaltet wurde – was wir in Kenntnis Ihres Engagements, liebe Frau Raps, nur bestätigen können.

Liebe Frau Raps, der Ehrenpreis, den wir Ihnen heute überreichen, steht für unseren Dank und unsere Anerkennung ihres engagierten, ehrenamtlichen Hospizengagements sowie natürlich als Ansporn für andere Menschen, sich in die Hospizarbeit einzubringen. Denn wie wir alle wissen: Ohne Ehrenamt ist Hospizarbeit nicht denkbar! Oder um es im Sinne eines bekannten Bonmots zu sagen: Ehrenamt in der Hospizarbeit ist nicht alles, aber ohne Ehrenamt ist in der Hospizarbeit alles nichts.

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