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Laudatio zu Ehren von Dada Peng

von Erich Lange, Stellv. Vorsitzender des DHPV

Es ist von besonderer Bedeutung, dass die Hospiz- und Palliativarbeit in der vielfältigen Medienlandschaft und in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam macht. Geehrt werden in dieser Kategorie deshalb Persönlichkeiten, die durch ihren Einsatz für die Hospiz- und Palliativarbeit zu einem Bewusstseinswandel in der Gesellschaft im Umgang mit Sterben und Tod beitragen. Auch hier ist es wichtig, vermehrt jüngere und junge Menschen zu erreichen. Ich freue mich deshalb sehr, diesen Preis heute an den Autor, Sänger und Songwriter Dada Peng überreichen zu dürfen.

Persönliche Erfahrungen haben ihn zur Hospizidee gebracht. Er ist Mitglied der Hospiz Initiative Schwerte e.V. und hat selbst über 2,5 Jahre als ehrenamtlicher Mitarbeiter im Ilse Maria Wuttke Haus gearbeitet. Das würdevolle Sterben, die Auseinandersetzung mit dem Tod, die Enttabuisierung des Themas sowie die öffentliche Diskussion und die Unterstützung der Hospizbewegung generell liegen Dada Peng sehr am Herzen.

Mit seinem „Buch vom Leben und Sterben“ und der dazu gehörigen CD ist er deshalb unermüdlich auf Lese- und Konzertreise für die Hospizidee: in Krankenhäusern, Kirchen, Bibliotheken und Buchhandlungen, in stationären Hospizen und bei ambulanten Hospizdiensten, bei Bestattern und in Senioren- und Altenheimen, aber eben auch in Schulen, wo er die ganz jungen Leute erreicht. Er ist, um es in der Sprache der Jüngeren zu sagen, ein guter Typ, er ist authentisch und ein überzeugendes Rolemodel für jüngere Menschen. Seine Art, sich mit Lebenskrisen auseinander zu setzen, kommt gut an und führt dazu, dass auch diejenigen, die Themen wie Krankheit, Sterben und Tod lieber vermeiden, sich auf eine Auseinandersetzung mit diesen existentiellen Phänomenen einlassen. Wir freuen uns, dass neue Projekte in Arbeit sind. In seinem neuen Buch unter dem Titel „Scheiß aufs Schicksal“ zeigt Dada Peng unter anderem, dass die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit und die Hospizarbeit das Leben bereichern und positiv beeinflussen können. In Arbeit ist außerdem „Nein, danke, ich bleibe bis zum Schluss“ – der Bezug ist deutlich: die aktuelle Debatte um Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid.

Für diesen Beitrag zum Bewusstseinswandel in unserer Gesellschaft zeichnen wir Sie, lieber Dada Peng, heute mit dem Ehrenpreis aus, und wünschen weiter viel Kraft für Ihre Arbeit – singend, schriftstellernd, lese- und konzertreisend.

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