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Laudatio zu Ehren von Maximilian Aulbert

von Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des DHPV

Es ist mir eine ganz besondere Freude und auch Ehre, mit dem eigens geschaffenen Kreativpreis unseres Verbands nun einen jungen Mann auszeichnen zu dürfen. Der uns alle mit seiner beispielgebenden Aktion und seinem Engagement überaus berührt und beeindruckt hat. Lieber Maximilian, ich freue mich ganz besonders, dass Sie heute zusammen mit Ihrer Mutter hierher gekommen sind, um den Ehrenpreis persönlich entgegenzunehmen.

Im vergangenen Jahr ist Maximilian Aulbert gemeinsam mit seiner Familie den langen Leidensweg seines Vaters mitgegangen. Der Vater verstarb im Dezember im Osnabrücker Hospiz, wo er und seine Familie mit viel Wärme umsorgt und begleitet wurden. Nach den schwierigen Erfahrungen im Krankenhaus konnte die Familie hier den Vater auf seinem Weg begleiten und in Frieden Abschied nehmen. All das hat Maximilian bewegt, der Hospizbewegung etwas zurück zu geben: finanziell, und dadurch, dass er die Themen Sterben, Tod und Hospiz öffentlich bekannt gemacht hat. Das ist ihm beispielhaft gelungen. Er selbst sagt dazu: „Das Hospiz hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Zum einen, dass der Tod nichts ist, was man wegschweigen kann. Jeder hat damit zu tun, und umso wichtiger ist es, sich damit zu beschäftigen“. Im September ist Maximilan den Münster Marathon gelaufen. 42,195 km in den Schuhen seines Vaters. Der „Vater motivierte sich immer an ihnen und somit stecken eine Menge Emotionen in diesen Schuhen“, so hat es Maximilian selbst formuliert. Maximilian ist den Marathon erfolgreich gelaufen. Diesen Lauf mit dem ‚Vater im Herzen’ hat Maximilian verknüpft mit einem online-Spendenaufruf zugunsten der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung. Das Spendenziel waren zunächst 200 Euro. Am Ende wurden es mehr als 14.000 Euro, die sich aus mehr als 474 Einzelspenden zusammensetzen. Hinter vielen Spenden standen ganze Personengruppen, wie z.B. die Handballmannschaft oder der Abiturjahrgang 2012, aber auch zahlreiche Personen, die einfach von Ihrer Geschichte, lieber Maximilian, sehr berührt waren. Viele haben ihre Spende mit einem Gruß an Maximilan und seine Familie verbunden. So konnte man z.B. lesen „Sehr beeindruckend! Wir haben den Bericht gesehen und finden deine Aktion super.“ Oder: „…schön, dass sich auch die junge Generation so engagiert, Grüße unbekannterweise aus Rheinhessen.“

Lieber Maximilian, der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband und ich ganz persönlich möchten Ihnen heute für Ihren beeindruckenden Einsatz für die Hospizbewegung sehr herzlich danken. Der Dank geht auch an alle Menschen in Ihrem Umfeld, die Sie mit kreativen Ideen und bei vielen organisatorischen Dingen unterstützt haben. Es ist kaum abzuschätzen, wie viele vor allem auch jüngere Menschen durch Ihren Einsatz mit dem Thema Hospiz in Berührung gekommen sind. Und wir möchten Ihnen, Frau Aulbert, danken, die Sie Ihren Sohn in seinem Engagement unterstützt haben und ihn heute begleiten.

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