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Laudatio zu Ehren von Franz Müntefering, MdB, Bundesarbeitminister a.D.

von Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des DHPV

Es ist mir eine ganz besondere Ehre, Ihnen, sehr geehrter, lieber Herr Müntefering den DHPV-Ehrenpreis verleihen zu dürfen. Wir ehren mit diesem Preis einen Mann, den Sie alle kennen und dessen Geschichte viele berührt hat. Und ich freue mich ganz besonders, dass Sie, sehr geehrter Herr Müntefering, die Zeit gefunden haben, den Ehrenpreis heute persönlich entgegenzunehmen.

Franz Müntefering ist nicht nur einer der prominentesten Unterstützer der Hospizbewegung und Palliativmedizin in Deutschland, sondern – nicht zuletzt aufgrund seiner sehr persönlichen Erfahrungen – auch einer der glaubwürdigsten Förderer unserer Anliegen. Wenn wir Franz Müntefering anfragen, ob er eines unserer vielen Anliegen unterstützt – die Teilnahme an einer Veranstaltung, die Übernahme eines Amtes, die Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit –, dann stoßen wir stets auf offene Ohren. Natürlich klappt der eine oder andere Termin nicht immer, aber wir können stets sicher sein, dass unsere Anliegen verstanden, deren Dringlichkeit wahrgenommen und die Inhalte zu vielen anderen Gelegenheiten transportiert werden. Franz Müntefering ist Mitglied im AWO-Ethikrat, der sich u.a. den ethischen Fragen der Hospiz- und Palliativarbeit widmet, er ist bei uns Mitglied im Stiftungsrat der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung und er meldet sich in zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen zu diesen Themen zu Wort. Hieraus wird deutlich, was wir alle erfahren, wenn Franz Müntefering sich dem Thema Hospiz- und Palliativarbeit annimmt: Sie ist ihm eine Herzensangelegenheit.

Wir alle haben in der Öffentlichkeit verfolgen können, dass Franz Müntefering damals von den Funktionen als Vizekanzler und Bundesarbeitsminister zurückgetreten ist, um bis zuletzt den Weg mit seiner kranken Frau gemeinsam zu gehen. Dies hat uns damals alle berührt und beeindruckt. Franz Müntefering hat uns allen damit gezeigt, dass uns nichts davon abhalten kann und sollte, die Prioritäten richtig zu setzen und einem Menschen in einer solchen Situation beizustehen. In der Gleichzeitigkeit persönlicher Erfahrungen und den langjährigen und vielfältigen Erfahrungen als bedeutender Politiker in Deutschland, drückt sich die große Wirkkraft von Franz Müntefering aus und macht ihn für uns in der Hospiz- und Palliativarbeit so unverzichtbar. Und dies prägt auch die Botschaft, die er uns immer wieder vermittelt: Nur durch persönliches Engagement und unseren privaten Einsatz und nur durch veränderte Strukturen vor Ort, in der Gemeinde und Nachbarschaft werden wir Betroffenen helfen und beistehen können. Seine persönliche Geschichte und seine Erfahrungen im politischen Bereich, lässt keinen glaubhaft dastehen, der behaupten würde, dass dies nicht ginge.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband und ich ganz persönlich möchten Ihnen, sehr geehrter Herr Müntefering, für Ihr Engagement und Ihren persönlichen Einsatz für die Hospizbewegung und Palliativarbeit in Deutschland herzlich danken. Wir wünschen uns und besonders auch allen Betroffenen, dass Sie auch in Zukunft Fürsprecher der Hospiz- und Palliativbewegung bleiben.

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