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Laudatio zu Ehren von Alt-Oberin Schwester Ruth Sommermeyer

von Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende

Es ist mir eine besondere Ehre Ihnen, sehr geehrte Frau Sommermeyer, heute persönlich den diesjährigen Ehrenpreis des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes überreichen zu dürfen. Wir freuen uns, dass Sie den weiten Weg auf sich genommen haben, um heute hier zu sein.

Mit Frau Sommermeyer zeichnen wir heute eine Frau aus, die das Ehrenamt in der Hospizarbeit in besonderer Weise verkörpert und sich seit nunmehr fast 20 Jahren für schwerstkranke und sterbende Menschen einsetzt. In der Begegnung mit schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen besitzt Ruth Sommermeyer die besondere Fähigkeit, sich anrühren zu lassen, niemals gleichgültig zu werden, menschliche Wärme zu geben, „Da“ zu sein, zu zuhören, zu halten und auszuhalten. Sie sei – so wird sie aus ihrem Umfeld beschrieben – „mit Herz, Liebe und Leidenschaft“ für die Hospizarbeit engagiert, und begebe sich in Gesprächen und während einer Begleitung „immer auf Augenhöhe mit ihrem Gegenüber“. Dass Ruth Sommermeyer den Hospizgedanken nicht nur in außergewöhnlichem Maße verkörpert, sondern ihre christlich-hospizliche Haltung auch eindrucksvoll in Taten umgesetzt hat, verdeutlicht zudem ihr großes Tätigkeitsfeld, das hier nur angerissen werden kann:

Ursprünglich vor der Wende verantwortlich für die Pflegearbeit in der Krankenpflegeschule, dem Krankenhaus und dem Kinderkrankenhaus in Lehnin, Brandenburg, begann sie vor fast 20 Jahren sich für die Hospizarbeit in Brandenburg zu engagieren, motiviert durch ihren Besuch in Hospizeinrichtungen in England, veranstaltete unzählige Seminare in unterschiedlichen Orten, schaffte Bedingungen zur Entstehung zahlreicher Hospizgruppen, war Mitinitiatorin für die Gründung der LAG Hospiz Brandenburg e.V., arbeitete dort lange Zeit als erste stellvertretende Vorsitzende und im Vorstand mit und setzte sich beharrlich bei Vertretern von Institutionen, Behörden, bei Kirchenvertretern und Politikern für eine würdevolle Begleitung von schwerkranken Menschen ein. Diese Aufzählung kann nur andeuten, mit wie viel Engagement, Herzblut und Erfolg Ruth Sommermeyer die Hospizarbeit in Brandenburg vertreten hat.

Sehr geehrte Frau Sommermeyer, Sie werden in Brandenburg als die „große alte Dame der Hospizarbeit“ bezeichnet. Eine ehrwürdige und respektvolle Bezeichnung, die eigentlich alles über Ihr großes Engagement aussagt.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband und ich ganz persönlich möchten Ihnen heute für dieses außergewöhnliche und Beispiel gebende Engagement danken und Ihnen den diesjährigen Ehrenpreis des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands überreichen. Wir werden auch in Zukunft ein solches herausragendes ehrenamtliches Engagement in unserer Gesellschaft brauchen. Herzlichen Dank!

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