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Laudatio zu Ehren von Alois Glück

von Dr. Birgit Weihrauch

Es ist für mich eine besondere Ehre, heute Ihnen, sehr geehrter Herr Glück, den Ehrenpreis des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands verleihen zu dürfen. Und ganz besonders freue ich mich darüber, dass ich dies hier in der Bayrischen Landesvertretung in Berlin tun darf.  

Anlässlich der im Jahr 2005 veröffentlichten Empfehlungen des Nationalen Ethikrats zur Patientenverfügung betonte der damalige Landtagspräsident in Bayern: „Die Debatte um die Patientenverfügung muss Teil einer grundsätzlichen Diskussion über die Wahrung der Menschenwürde und über notwendige Rahmenbedingungen für ein würdevolles Sterben sein.“ Sie haben damit in aller Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass es in der Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen nicht um eine Randgruppe in unserer Gesellschaft geht - genau als eine solche Randgruppe aber wurden schwerstkranke und sterbende Menschen bis vor kurzem noch häufig genug behandelt - sondern  um die Würde des Menschen am Lebensende schlechthin. Dass Herr Glück als ein hochrangiger Landespolitiker nicht bei dieser Mahnung stehen geblieben ist, sondern sich schon seit langem selbst aktiv für die Schaffung besserer Rahmenbedingungen einsetzt, kennzeichnet ihn ganz persönlich und ist Ausdruck seiner besonderen Leistung.

Herrn Alois Glück in seinen politischen Funktionen, vor allem als Landtagspräsidenten a.D., oder als Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken vorzustellen, dessen bedarf es an dieser Stelle wohl kaum.         
Herr Alois Glück ist aber auch seit 2005 1. Vorsitzender des Netzwerks Hospiz im Landkreis Traunstein, das er mit gegründet hat, um die Situation schwerstkranker und sterbender Menschen im Landkreis zu verbessern. Dort investiert er seine persönliche Kraft und Zeit in die Hospizarbeit vor Ort und ist auch als kompetenter und einfühlsamer Gesprächspartner für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da, die tagtäglich den schwerstkranken und sterbenden Menschen zur Seite stehen.

Herr Alois Glück hat darüber hinaus gerade in der letzten Zeit auch die Diskussionen zur Hospiz- und Palliativarbeit auf der Landesebene in Bayern wesentlich unterstützt und maßgeblich dazu beigetragen, dass die Rahmenbedingungen auch für den Landesverband gestärkt und verbessert werden konnten. Solche Hinweise können nur in Ansätzen zeigen, was Herr Alois Glück für die Hospizarbeit in Traunstein, in Bayern und in Deutschland geleistet hat. Sie zeigen uns aber, dass Hospizarbeit für Herrn Glück ein tiefes inneres Bedürfnis geworden ist.

Sehr geehrter Herr Glück, im Namen des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands und auch ganz persönlich möchte ich Ihnen für Ihren großen persönlichen Einsatz für die Hospizbewegung in Deutschland herzlich danken. Ihr Engagement motiviert uns alle, uns auch in Zukunft dafür einzusetzen, dass die Bedingungen für ein menschenwürdiges Sterben weiter verbessert werden. Wir würden uns wünschen, dass wir Sie dabei auch weiterhin und noch möglichst lange aktiv an unserer Seite wissen.

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