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Tagung „Hospiz und Sorgekultur – Für eine solidarische Gesellschaft“

19.11.2015 - 09:00

Hospiz und Sorgekultur
Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Am 18. November 2015 fand in Mainz die Tagung „Hospiz und Sorgekultur – Für eine solidarische Gesellschaft“ statt. Die Kooperationsveranstaltung des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) und des Hospiz- und PalliativVerbands Rheinland-Pfalz wollte vor dem Hintergrund der Entscheidungen zum Hospiz- und Palliativgesetz und der gesetzlichen Neuregelung der organisierten und gewerblichen Formen der Beihilfe zum Suizid Impulse für eine zukunftsorientierte Hospizarbeit setzen.

Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, betonte die Bedeutung der Hospiz- und Palliativarbeit vor allem auch in Blick auf die demografische Entwicklung. Mit Blick auf die wachsende Zahl von älteren Menschen müsse diese Unterstützung und Versorgung weiter ausgebaut werden, gerade in ländlichen Regionen. „Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass sie am Ende ihres Lebens geborgen und unter Achtung ihrer Würde sterben können. Das wäre ohne die Arbeit der Hospiz- und Palliativvereine nicht möglich“, so die Ministerpräsidentin.

Referentinnen waren werden neben der Ministerpräsidentin Prof. Elisabeth Reitinger (Institut für Palliative Care und Organisationsethik, Universität Klagenfurt-Wien-Graz) mit einem Vortrag zu hospizlicher Sorge für Menschen mit Demenz und Prof. Dr. Josef Römelt (Universität Erfurt), der zur Ethik der Sterbebegleitung sprach. In den Workshops am Nachmittag wurde unter anderem zur Hospizarbeit für Menschen in der Wohnungslosigkeit und Menschen mit geistiger Behinderung gearbeitet.

Am Abend hatte der rheinland-pfälzische Hospiz- und PalliativVerband zu einer Festveranstaltung anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums eingeladen. In ihren Grußworten wiesen sowohl David Langner (Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz) als auch Hans Wagner (Vorstand AOK Rheinland-Pfalz/Saarland) auf die wichtigen Impulse hin, die auch für die bundesweite Hospiz- und Palliativarbeit von Rheinland-Pfalz ausgingen.

Der Sozialstaatssekretär David Langner betonte wie schon die Ministerpräsidentin die Notwendigkeit, in allen Regionen ausreichende und gute Angebote hospizlicher und palliativer Versorgung bereitzuhalten. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass die Menschen in ihrer letzten Lebensphase darauf vertrauen können, dass ihnen Strategien und Kompetenzen zum geschulten Umgang mit Sterbenden zur Verfügung stehen. Die Unantastbarkeit der Würde des Menschen gilt ebenso für das Leben wie für das Sterben: Es ist mir ein Anliegen, dass in unserem Land jeder in Würde, gut versorgt und menschlich unterstützt sterben kann."

Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV, betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesverband und bedankte sich bei den zahlreich anwesenden Persönlichkeiten, die die Hospiz- und Palliativarbeit in Rheinland-Pfalz in den 20 Jahren seines Bestehens vorangetrieben haben.

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