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DHPV auf dem Kirchentag in Stuttgart

08.06.2015 - 10:00

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe trägt sich ein.
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe trägt sich auf der Bevor-ich-sterbe-Wand ein.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und der Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg haben vom 4. bis zum 7. Juni 2015 auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag gemeinsam über ihre Arbeit informiert.

Den Mittelpunkt des Gemeinschaftsstandes bildeten große schwarze Tafeln mit der Aufschrift „Bevor ich sterbe möchte ich …“. Im Verlauf der drei Tage bot diese Aktion immer wieder Anlass für intensive Gespräche und Austausch. Die Antworten, die auf der Tafel hinterlassen wurden, waren mal pragmatisch (Bevor ich sterbe möchte ich meine Vorsorgevollmacht geordnet wissen), oft berührend und auch witzig (Bevor ich sterbe möchte ich auf einem rosa Einhorn über den Regenbogen gallopieren).

Das Projekt „Before I die…“ wurde von der amerikanischen Künstlerin Candy Chang ins Leben gerufen. Die Idee kam ihr, als sie einen Menschen verlor, der ihr viel bedeutet hatte. Mit Hilfe einer riesigen schwarzen Tafel, die sie mit ihrem Team an die Hauswand eines leerstehenden Hauses in New Orleans in ihrer Nachbarschaft installierte, wurden die Menschen in ihrer Umgebung gefragt, was ihnen wirklich wichtig ist. Sie schrieben auf die Tafeln ihre persönlichen Wünsche und ihre Sehnsüchte und teilten sie so mit anderen Passanten. Mittlerweile ist aus diesem persönlichen Projekt ein weltweites Kunstprojekt geworden: Insgesamt sind bisher über 500 Tafelwände in mehr als 70 Ländern in 35 verschiedenen Sprachen gefüllt worden. Sie laden zum Nachdenken, zum Aufschreiben und zum Gespräch ein. Träume, Utopien, Wünsche und Hoffnungen können so öffentlich und doch anonym aufgeschrieben werden.

Unter den zahlreichen Kirchentagsbesucherinnen, die an unserem Stand waren und sich auf der Bevor-ich-sterbe-Wand eingetragen haben, waren auch EKD Ratspräsident Heinrich Bedford-Strohm, der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und der CDU Generalsekretär Peter Tauber, der sich im ausführlichen Gespräch mit Prof. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV, und Bernhard Bayer, Sabine Horn und Susanne Kränzle vom Vorstand des HPVBW über Hospiz- und Palliativarbeit und das Hospiz- und Palliativgesetz informierte. Auch Mitglieder des Deutschen Bundestages wie Karin Maag und Heike Baehrens nahmen sich viel Zeit, um über notwendige nächste Schritte beim Ausbau der Hopiz- und Palliativversorgung zu sprechen.

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