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Erster Stifterabend der Initiative „Stiften für Hospiz“

25.04.2012 - 12:00

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband und Stifter für Stifter führten am 20. April das erste Stiftergespräch ihrer gemeinsamen Initiative Stiften für Hospiz durch. Die Veranstaltung fand im Rahmen der 3. Berliner Stiftungswoche im Schloss Britz in Berlin-Neukölln statt. Im Mittelpunkt standen die neu gegründete Ricam Hospiz Stiftung und der Lions Club Berlin-Kurfürstendamm, der sich seit vielen Jahren für das Neuköllner Ricam Hospiz engagiert. Als einer der drei Gründungsstifter der Ricam Hospiz Stiftung wollen die Lions dazu beitragen, die Angebote des Ricam Hospizes für schwerstkranke und sterbende Menschen langfristig zu sichern.

Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky wies zwar in seinem Grußwort darauf hin, dass soziale Einrichtungen wie das Ricam Hospiz nicht auf private Mittel angewiesen sein sollten, lud die 50 Zuhörer jedoch mit einem Augenzwinkern dazu ein, eine Stiftung zu gründen – sofern der Stiftungszweck Neukölln zu Gute komme.
Frau Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands erläuterte, warum sich „Stiften“ und „Hospizarbeit“ so gut ergänzen. Schon immer werde die Hospizarbeit ganz wesentlich vom bürgerschaftlichen Engagement getragen. Die 80.000 ehrenamtlichen Helfer in diesem Bereich sind ein Beleg dafür. Aber auch finanzielles Engagement aus der Mitte der Gesellschaft ist für die Hospizarbeit existenziell. Nach wie vor muss sich die Hospizarbeit zu einem großen Teil selbst finanzieren.

Das Stiftergespräch zwischen Axel Schnauck vom Lions Club Berlin-Kurfürstendamm und Dorothea Becker, der Gründerin des Ricam Hospizes wurde von Dr. Christoph Mecking, Leiter des Berliner Instituts für Stiftungsberatung, moderiert. Dorothea Becker, die 1998 als Krankenschwester das erste Hospiz Berlins gründete, schilderte, warum es ihr wichtig war, eine neue Rechtsform für ihre Einrichtung zu finden. 14 Jahre nach der Gründung wollte sie das Hospiz für die Zeit absichern, in der sie persönlich nicht mehr dafür verantwortlich sein kann. Als das Hospiz eine größere Erbschaft erhielt, begann Dorothea Becker darüber nachzudenken, eine Stiftung als Trägerin des Hospizes zu errichten, auch mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Ricam Hospizes. An diesem Punkt schaltete sich der Lions Club Berlin Kursfürstendamm ein. Er hatte das Hospiz seit vielen Jahren unterstützt und freute sich nun, dieses Engagement durch eine beständige Rechtsform langfristig mit abzusichern: Er stiftete einen beträchtlichen Teil des Grundstockvermögens. Darüber hinaus halfen Rechtsanwälte und Steuerberater aus den Reihen der Lions bei der Erstellung der Satzung und der Anerkennung. Axel Schnauck erläuterte die Motive der Lions: „Uns war es wichtig, dauerhaftes Engagement zu etablieren. Die Gründung einer Stiftung erfüllte unseren Wunsch auf ideale Weise. Ausschlaggebend war aber die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Frau Becker.“

Henriette Berg, Vorstandsvorsitzende von Stifter für Stifter, betonte zum Abschluss des Stifterabends den Vorteil, den Stifter gegenüber Spendern haben. Stifter geben nicht nur Geld, sie gestalten ihr Engagement auf ganz persönliche und individuelle Weise. Axel Schnauck von den Lions bestätigte diese These: Als ehrenamtliches Kuratoriumsmitglied der Ricam Hospiz Stiftung stiftet er auch regelmäßig viel Zeit und KnowHow und das mache ihm sehr viel Spaß.

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