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Klares Nein der Bundesärztekammer zum ärztlich assistierten Suizid

11.05.2011 - 12:00

Auf der Website der Bundesärztekammer wurde gestern der Entwurf für eine Neuformulierung zur "(Muster-)Berufsordnung für die deutschen Ärztinnen und Ärzte" veröffentlicht, in der Ärztinnen und Ärzten auch zukünftig deutlich die Beihilfe zum ärztlich assistierten Suizid untersagt werden soll. In der bisherigen Fassung der Musterberufsordnung ist das Verbot nicht derartig eindeutig formuliert. In der Neufassung soll es nun heißen: "Ärztinnen und Ärzte haben Sterbenden unter Wahrung ihrer Würde und unter Achtung ihres Willens beizustehen. Es ist ihnen verboten, Patienten auf deren Verlangen zu töten. Sie dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten." Allerdings muss dieser vom Vorstand der Bundesärztekammer vorgelegten Formulierung noch auf dem 114. Deutschen Ärztetag von den Delegierten zugestimmt werden.

Der DHPV hatte gemeinsam mit seinem Wissenschaftlichen Beirat am Tag zuvor eine erfolgreiche Veranstaltung zu diesem Thema in Berlin durchgeführt. Der Wissenschaftliche Beirat besteht aus zahlreichen renommierten Wissenschaftlern aus allen Bereichen der Gesellschafts-, Gesundheits- und Sozialpolitik, die dem DHPV beratend zur Seite stehen. Bereits auf dieser gemeinsam durchgeführten Veranstaltung hatte der Vize-Präsident der Bundesärztekammer Dr. Frank Ulrich Montgomery deutlich gemacht, dass die Bundesärztekammer die Beihilfe zum Suizid durch Ärztinnen und Ärzte auch zukünftig für nicht zulässig hält. DHPV und der Wissenschaftliche Beirat appellierten in einer im Anschluss an die Veranstaltung verabschiedeten Resolution noch einmal an die Delegierten des 114. Deutschen Ärztetages den ärztlich assistierte Suizid auch weiterhin deutlich abzulehnen.

Die Resolution "Keine Beihilfe zum Suizid durch Ärztinnen und Ärzte" des DHPV und seines Wissenschaftlichen Beirats als Download (pdf-Datei)

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