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Die Veranstaltung zum ärztlich assistierten Suizid am 9. Mai 2011 stieß auf hohes Interesse

10.05.2011 - 12:00

Am Montag, 9. Mai, fand in der Katholischen Akademie in Berlin eine Veranstaltung zum aktuellen Thema statt, das viele in der Hospiz- und Palliativarbeit bewegt. Die Veranstaltung war entsprechend gut besucht: Brauchen wir den ärztlich assistierten Suizid? Nein, antwortete gleich zu Beginn seines Vortrags der Vize-Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery, auch in Zukunft sollen Ärztinnen und Ärzte keine Beihilfe zum Suizid leisten, und betonte, dass die Bundesärztekammer den ärztlich assistierten Suizid auch in Zukunft für nicht zulässig halte. In seinem anschließenden Einführungsvortrag berichtete er eingehend über die Diskussionen der Bundesärztekammer in den vergangenen Monaten und informierte über den nun auf dem Deutschen Ärztetag zur Abstimmung stehenden Vorschlag für eine Neuformulierung des §16 der (Muster-)Berufsordnung.

Im Anschluss an den Vortrag von Dr. Montgomery kamen sowohl Praktiker als auch Experten aus dem wissenschaftlichen Beirat des DHPV zu Wort. Petra Fischbach, Leiterin des Hospizes Leuchtfeuer, der Home-Care-Arzt Matthias Passon sowie der Pfarrer Hans Overkämping verdeutlichten die Schwierigkeiten und die Herausforderungen, die einem in der tagtäglichen Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen begegnen und erzählten, was hilft: bspw. eine offene Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und deren Angehörige und das Bewusstsein für die eigene Sterblichkeit. Die Experten Prof. Dr. Dr. Gronemeyer, Prof. Dr. Radbruch und Prof. Dr. Klie verdeutlichten aus  ihrer jeweiligen Profession - der soziologischen, der medizinischen und der juristischen - worin sie selbst die Gefahren des ärztlich assistierten Suizids sehen.

Im Anschluss an die Veranstaltung verabschiedeten der DHPV und sein Wissenschaftlicher Beirat gemeinsam die Resolution "Keine Beihilfe zum Suizid durch Ärztinnen und Ärzte", die am nächsten Tag an den Deutschen Ärztetag gerichtet wurde. Ziel des DHPV war es die eigene Position gegenüber der Öffentlichkeit, aber auch den Ärztinnen und Ärzten und insbesondere den Delegierten des Deutschen Ärztetages noch einmal nachdrücklich zum Ausdruck zu bringen.

Begrüßung von Prof. Dr. Rochus Allert (Katholischen Hochschule NRW) (pdf-Datei)
Präsentation von Dr. Frank Ulrich Montgomery (Vize-Präsident der Bundesärztekammer) (pdf-Datei)
Präsentation von Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer (Universität Gießen) (pdf-Datei)
Präsentation von Prof. Dr. Lukas Radbruch (Klinik für Palliativmedizin/Universitätsklinikum Bonn) (pdf-Datei)

Zur Pressemitteilung und Resolution "Keine Beihilfe zum Suizid durch Ärztinnen und Ärzte" vom DHPV und seinem Wisssenschaftlichen Beirat

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