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Ambulante Hospizarbeit, Förderung 2010 und 2011

21.08.2010 - 12:00

Förderung der ambulanten Hospizarbeit gem. § 39a Abs. 2 SGB V

Das Verfahren zur Förderung der ambulanten Hospizdienste, gem. § 39a Abs. 2 SGB V im laufenden Jahr 2010, das erstmals nach neuem Recht erfolgte, ist weitgehend abgeschlossen. Nach ersten Rückmeldungen aus den Landesverbänden / Landesarbeitsgemeinschaften lässt sich sagen, dass wesentlich mehr Hospizdienste als in den letzten Jahren – z.T. bis zu rund 95% der Hospizdienste in den Bundesländern - eine vollständige Refinanzierung der nachgewiesenen Personalkosten erhalten haben. Dabei lagen die auf der Grundlage der Leistungseinheiten errechneten Förderbeträge häufig noch deutlich über den vollständig refinanzierten Personalkosten. Insgesamt wurden von den gesetzlichen Krankenkassen im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich mehr Fördermittel an die
ambulanten Hospizdienste ausgezahlt.

In Vorbereitung auf die für das Jahr 2011 gem. der neuen Rahmenvereinbarung vorgesehenen erneuten Verhandlungen über die Förderung der ambulanten Hospizarbeit ist eine Datenerhebung vorgesehen, die vor allem die Dauer der Begleitungen erfassen soll. Die Gespräche mit dem GKV Spitzenverband zu den genauen Formulierungen im Fragebogen sowie zum Verfahren der Datenerhebung werden im September fortgesetzt.

In Gesprächen des DHPV mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) wurde von Seiten der PKV die grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, sich an der Förderung der ambulanten Hospizdienste, die nach § 39a Abs. 2 SGB V gefördert werden, zu beteiligen. Dazu steht in den nächsten Gesprächen mit der PKV die Klärung grundsätzlicher Verfahrensfragen an. Dabei ist auch die Frage zu klären, wie die bei Beamten ebenfalls zuständigen Beihilfestellen einbezogen werden können.

Damit die Begleitungen von Versicherten der privaten Krankenversicherung zukünftig berücksichtigt werden können, empfiehlt der DHPV den ambulanten Hospizdiensten, diese Begleitungen in gleicher Weise wie die Begleitungen der Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen zu dokumentieren.

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